
Die deutschen Seehäfen starten gemeinsam mit der Bundesregierung und der Bundesagentur für Arbeit eine Initiative für Langzeitarbeitslose. So soll etwa 3.000 Langzeitarbeitslosen eine Perspektive geboten werden, in dem Qualifikationen für Hafenarbeiter erworben werden.
Bundesverkehrsminister Tiefensee sagte, dass dadurch die Nachfrage nach Hafen-Fachkräften bedient und gleichzeitig vielen Arbeitslosen geholfen werde. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit 80 Millionen Euro.
Nach Angaben des Zentralverbands der deutschen Seehäfenbetriebe (ZDS) richtet sich die Offensive vor allem an Langzeitarbeitslose Die Mindestvoraussetzung sei ein Hauptschulabschluss. Am Ende der Ausbildung werden die Teilnehmer mit einer garantierten Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis belohnt. ZDS-Vertreter Heinz Brandt sagte, dass selbst in Regionen mit sehr hoher Arbeitslosenquote wie Rostck und Bremerhaven die Nachfrage nach Fachkräfen nicht bedient werden können.
Das Problem liege im Strukturwandel, da bis in die 90er Jahre die Anzahl der Hafenarbeiter deutlich zurückgegangen war und erst seit 1999 wieder ansteigt. Durch überproportionales Wachstum der Seehäfen ist die Nachfrage nach Fachkräften enorm groß.